Tesla bastelt in “Geheimlabor” an eigenen Akkuzellen

Bei den Tesla-Autos hat das Unternehmen nach eigener Aussage eine Schwachstelle lokalisieren können: Die Batterie! Das technische Niveau der Fahrzeuge wäre dem der Akkus deutlich überlegen, gleiches gilt für die Haltbarkeit: Man geht bei Tesla davon aus, dass Antrieb und Karosserie eine Million Meilen Lebensdauer erreichen, die Akkus kommen im allerbesten Fall auf die Hälfte davon, also auf 500.000 Meilen.

Auch, wenn man es bei Tesla nicht so explizit kommuniziert, schiebt man damit den Schwarzen Peter seinem Vertragspartner Panasonic zu. Die Japaner bauen in Japan die Akkuzellen für Teslas Model S und Model X. Die Zellen für das Model 3 werden zwar in Teslas eigener Gigafactory 1 in Nevada produziert, aber ebenfalls von Panasonic.

Jetzt berichtet CNBC darüber, dass mehrere aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens übereinstimmend erklären, dass Tesla in Fremont in einem geheimen Labor längst an eigenen Akkuzellen bastelt.

Tesla employees conduct some of their battery cell manufacturing research at a “skunkworks lab” at the company’s Kato Road facility, a few minutes from its car plant in Fremont, California.

So ganz überraschend käme dieser Move nicht, da eigene Zellen gleich mehrere Vorteile für Tesla hätte. Da man mit der Leistung der Panasonic-Bauteile ist, könnte man hier effizientere Batterie-Module entgegensetzen. Außerdem stellen die Akkus einen sehr hohen Kostenfaktor bei der Produktion von E-Autos dar, man könnte also die Kosten der Herstellung und damit im Endeffekt auch die Endpreise der Fahrzeuge senken. Nicht zuletzt würde eine eigene Produktion bedeuten, dass man weniger Unternehmens-Geheimnisse gegenüber Partnern ausplaudern müsste.

Schon vorab hat sich Elon Musk darüber ausgelassen, dass es suboptimal ist, auf Dritte zurückgreifen zu müssen, weil die Batterien damit eben nicht perfekt auf die Bedürfnisse Teslas zugeschnitten und zu groß wären. Stimmen die Aussagen der CNBC-Quellen, dann bastelt Tesla also an leistungsfähigeren, günstigeren Akkus, die zudem auch in großen Stückzahlen produziert werden könnten. Damit wären die Batterien von Panasonic sicher noch nicht obsolet, man könnte sich vom japanischen Unternehmen aber ein wenig unabhängiger machen.

Mit Sicherheit ist die Übernahme des Unternehmens Maxwell ein Teil der Tesla-Strategie. Electrive.net schreibt:

Maxwell tüftelt an sogenannten „trockenen Elektroden“, die ohne Lösungsmittel auskommen und die Leistung von Lithium-Ionen-Zellen deutlich verbessern sowie die Produktionskosten senken sollen. Die Rede ist von bereits entwickelten Demozellen mit einer Energiedichte von über 300 Wh/kg und einem Potenzial von über 500 Wh/kg.

Dieses Jahr soll bei Tesla noch der “Battery and Powertrain Investor Day” anstehen und spätestens da dürfte man dann die Katze aus dem Sack lassen und uns öffentlich darüber aufklären, wie die Batterie-Pläne Teslas aussehen. Ich wette, auch in Japan bei Panasonic wird man dann ganz genau hinhören.

Quelle: CNBC via elektroauto-news

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