SanDisk Extreme Pro 512 GB microSDXC (UHS-I U3 V30 A2) im Test – Speicher für die Pros

SanDisk Extreme Pro 512 GB microSDXC – Technische Daten

Art: microSDXC
Kapazität: 512 GB
Lesegeschwindigkeit: Bis zu 170 MB/s
Schreibgeschwindigkeit: Bis zu 90 MB/s
Geschwindigkeitsklasse: U3, V30
Unterstützte Standards: UHS-I, A2
Gewicht: 0,7g

Damit sicher ist, dass die SanDisk Extreme Pro 512 GB von eurem Gerät unterstützt wird, müsst Ihr zuerst herausfinden, ob dieses microSDXC-Karten überhaupt unterstützt. Das sollte mittlerweile bei den meisten Geräten ohne Probleme möglich sein. Viele Geräte geben auch an, dass nur bis 128 GB z.B. akzeptiert wird, jedoch hatte ich bisher mit keinem Gerät mit dieser Angabe ein Problem gehabt. Darauf achten solltet Ihr eventuell trotzdem. Ich persönlich habe es mit diversen Smartphones, einem Tablet, einer Drohne, einer Action-Kamera, meiner Sony A7 III und sogar der Nintendo Switch ausprobiert. Falls Ihr eine Karte für letzteres, also die Nintendo Switch, sucht, empfehle ich eher die 400 GB Karte von SanDisk, da diese viel günstiger ist und die Maximale Geschwindigkeit der Nintendo Switch aufgrund von Hardware-Limitierung sowieso nicht erreicht werden kann, sodass Ihr von der zusätzlichen Geschwindigkeit nichts merken würdet.

In allen anderen Fällen macht so eine Karte wie die SanDisk Extreme Pro 512 GB natürlich je nach Anwendung eher Sinn. Ein Beispiel wäre das Smartphone oder Tablet, wie z.B. die Galaxy-Geräte, die noch immer ein microSD-Fach haben. Auch wenn man bei solchen Geräten selbst bei Videoaufnahmen aufgrund der niedrigeren Bitrate sogar mit langsameren Karten auskommen könnte, kann man nicht nur deutlich schneller mit seinen Daten arbeiten, sondern hat hier aufgrund des A2-Standards schnelle App-Zugriffszeiten, falls Ihr Apps aus der microSD-Karte laden solltet. Pokemon Go lädt z.B. bei mir auf dem internen Speicher 7,12 Sekunden. Aus der microSD-Karte heraus 8,15 Sekunden. Das wäre insgesamt ein Unterschied von 13%. Mit der letzten A1-Karte, die ich hatte war es 21%. Generell könnt Ihr davon ausgehen, dass Karten ohne A1 und A2-Standards grundsätzlich deutlich längere Zugriffszeiten haben und ihr vermutlich etwas länger auf eure Apps waren müsst.

SanDisk Extreme Pro 512 GB microSDXC – Performance

Interessanter ist diese Karte jedoch in Verwendung mit Kameras wie meiner Sony A7 III, Action-Kameras oder Drohnen, also alles wo man etwa mit 4K-Videos arbeitet. Dafür ist diese Karte perfekt und verspricht auch direkt die Video-Geschwindigkeitsklasse V30. Das reicht locker für 4K Aufnahmen und begrenzt sogar für 8K mit 24 bis 30 FPS, je nachdem mit welcher Bitrate man aufnimmt. Für die große Kamera würde ich trotzdem lieber eine normale SD-Karte empfehlen, jedoch musste ich einmal im Notfall doch mal auf die SanDisk Extreme Pro 512 GB zurückgreifen und hatte mit meinen 4K 30 FPS mit 100 Mbit/s, also einer sehr großen Datenmenge, die damit ensteht, gar kein Problem. Da ein Adapter dafür mit dabei ist, kann man es leicht in die Kamera einsetzen und loslegen. Einfach aus der Action-Kamera oder der Drohne rausnehmen und später wieder einsetzen. Bei letzterem habe ich mit 60 FPS aufgenommen und selbst da hatte die Karte keine Probleme mit. Das wisst Ihr auch spätestens dann, wenn eure Kamera oder Drohne beim Einsetzen sagt: Die Karte ist mir zu langsam. Das kommt bei mir auch gerne mal bei Karten die eigentlich funktionieren sollten vor, aber hier funktioniert alles.

Wichtig ist hier am Ende aber auch, ob die angegebenen Geschwindigkeiten überhaupt erreichbar sind. Die SanDisk Extreme Pro 512 GB erreicht beim CristalDisk Mark eine Lesegeschwindigkeit von 128,4 MB/s, während ich beim ATTO Disk Benchmark 123,1 MB/s und A.S. SSD 115,7 MB/s. Auf dem ersten Blick wird man sich sicher denken: Wow, das ist echt schnell. Auf dem zweiten Blick aber sehen, dass ich etwas weiter entfernt von den versprochenen bis zu 170 MB/s entfernt bin. Nun kann das an verschiedenen Dingen liegen, wie etwa Hardware-Limitierungen, die ich hier nicht haben sollte, an den Benchmarkprogrammen selbst, oder an der Karte. Bis heute habe ich nicht herausgefunden warum ich so weit von dem Wert entfernt bin. Ich gehe davon aus, dass ich vielleicht eine Montags-Karte erwischt habe. Trotzdem sind die Werte, auch wenn sie nicht das versprochene halten, mehr als geeignet für den professionellen Einsatz.

Die Lesegeschwindigkeit kann einem aber in den meisten Fällen eher egal sein, denn das was am Ende bei der Arbeit oder während einer Aufnahme zählt ist die Schreibgeschwindigkeit. Hier sind die erreichten Werte (in derselben Reihenfolge wie oben): 88,1 MB/s, 85,7 MB/s, 86,5 MB/s. Das kommt schon deutlich näher an die versprochenen 90 MB/s heran. Insgesamt ist das Ergebnis hier sehr gut.

SanDisk Extreme Pro 512 GB microSDXC- Preis und Verfügbarkeit

Was den Preis betrifft ist die SanDisk Extreme Pro 512 GB auch schon fast eine Klasse für sich, denn mit aktuell rund 220 Euro ist die Karte nicht sehr günstig, weshalb die Karte, wie auch bereits erwähnt eher was für professionellere Nutzer ist, was man sich bei dem Namen auch sicher denken kann. In dieser Leistungsklasse ist das aber schon fast ein normaler Preis, weshalb man sich hier nicht allzu sehr beschweren kann. Etwas günstiger kommt Ihr mit der Extreme-Variante ohne Pro weg. Diese kostet gerade Rund 175 Euro und ist von den Spezifikationen gar nicht mal so viel schlechter. Dem normalen Anwender, der nichts mit Video etc. machen will, bzw. dem auch FullHD 60 FPS ausreicht, würde ich die Sandisk Ultra-Modelle empfehlen, weil diese immer wieder “Ultra”-Günstig zu kriegen sind und wo Ihr auch eine Auswahl bis 400 GB habt.

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