OnePlus 7 Pro – Ist es zu groß?

Wir haben unseren Testbericht aktualisiert, damit er die Änderungen der Firmware-Updates widerspiegelt. Beim getesteten Build handelt es sich um Oxygen OS 9.5.7.GM21AA vom 11. Juni 2019.

Das OnePlus 7 tritt in große Fußstapfen. Schließlich ist der Hersteller berühmt für seine Premium-Handys mit unschlagbaren Preisen. Im vergangenen Jahr waren wir große Fans des OnePlus 6 und 6T, die McLaren Edition war lange Zeit das Smartphone unserer Wahl. Wird das OnePlus 7 unseren Erwartungen gerecht? Und ist der Bildschirm, der mit 6,67 Zoll nun deutlich größer ist als das 6,28-Zoll-Display des Vorgängers, doch zu groß? Finden wir’s heraus!

Das OnePlus 7 besitzt ein wunderschönes Display, den brandneuen Qualcomm Snapdragon 855 und bis zu 12 GB Arbeitsspeicher. Auf der Rückseite befindet sich eine Triple-Kamera mit 48 MP, die über ein Ultraweitwinkel-Objektiv sowie ein Zoom-Objektiv mit 3-fachem Zoom verfügt. Dank des 4000 mAh starken Akkus kommt man mit dem Smartphone problemlos durch den Tag. Dauernutzer können das Gerät dank WarpCharge 30 in nur 20 Minuten zu 50 Prozent aufladen. Außerdem sind einige Gaming-Features mit an Bord – darunter auch ein haptisches Vibrationsfeature und ein 10-lagiges Flüssigkeitskühlsystem.

Die Variante in Nebula Blue sieht unserer Meinung nach fantastisch aus. Die verschiedenen Glasschichten absorbieren das Licht, bevor es auf eine Antireflex-Beschichtung trifft, die einen atemberaubenden Effekt erzeugt.

Fangen wir mit dem Aussehen und dem Handling an, denn meine größte Frage lautet: ist das OnePlus 7 zu groß?

Bei den meisten Smartphones fällt es mir mittlerweile schwer, das andere Ende der Tastatur zu erreichen, wenn ich zum Tippen nur eine Hand verwende. Dieses Problem ist beim OnePlus 7 wesentlich offensichtlicher. Auf kleineren Geräten wie dem Samsung Galaxy S10 kann ich problemlos die W-Taste erreichen, die Q-Taste ist schon etwas kniffliger. Auf dem OnePlus 7 ist bereits beim „E“ Schluss. Das OnePlus 7 ist zweifellos ein großes Smartphone, aber auch bei kleineren Geräten ist die einhändige Bedienung oft eine Herausforderung. Die zusätzliche Größe macht sich aber vor allem beim Gewicht bemerkbar. Die Abmessungen betragen 162,6 x 75,9 x 8,8 mm, das Gewicht liegt bei 206 Gramm. Ohne Schutzhülle ist mir das Gerät nicht griffig genug, aber dank der mitgelieferten Schutzhülle ist das zum Glück kein großes Problem.

Zurück zur Frage: Ist das OnePlus 7 zu groß?

Nein. Zwar muss man sich zunächst daran gewöhnen, aber solange einem das große Display zusagt, ist das keine große Herausforderung. Spiele, Filme und selbst e-Books sind alles Gründe, die für den großen Bildschirm sprechen – übrigens gibt es einen Lesemodus, der die Darstellung in Graustufen umwandelt und auch für Artikel im Netz sehr praktisch ist.

Passt das Smartphone in die Hosentasche? Aufgrund der Länge ist es in der vorderen Hosentasche vor allem beim Sitzen etwas unbequem. In der hinteren Hosentasche würde ich es aber auch nicht aufbewahren wollen – das wäre sonst ein wahrer Traum für Taschendiebe! Inzwischen ist aber auch dieses Problem nichts Neues mehr und ihr werdet bestimmt schon wissen, ob das für euch ein K.o.-Kriterium ist.

Schaut euch nur das Display an!

Ich kann kaum glauben, wie gut das Display aussieht. Das Fluid AMOLED Display mit seiner QHD+-Auflösung und einer Pixeldichte von 516 ppi ist fantastisch. Laut OnePlus befinden sich 4,49 Millionen individuelle Pixel auf dem Panel. Die Bildwiederholrate von 90 Hz sorgt für flüssige Animationen – daher auch das „Fluid“ im Namen. Das Seitenverhältnis beträgt 19,5:9 und das Panel unterstützt sRGB und Display P3.

Die mitgelieferte Bildschirmschutzfolie ist übrigens ziemlich gut und durchaus brauchbar. Vor allem im Vergleich zu den billigen Folien, die sich bei Samsung im Lieferumfang befinden, denn diese halten höchstens ein paar Wochen.

Der Fingerabdrucksensor ist in den Bildschirm integriert und funktioniert schnell und zuverlässig. Bisher gab es bei uns keine Probleme bei der Erkennung der Fingerabdrücke und die Geschwindigkeit ist vergleichbar mit der von anderen Premium-Smartphones.

Apropos wenig Licht. Das Display besitzt ebenfalls einen Nachtmodus, mit dem ihr nicht nur das Blaulicht herausfiltern, sondern die Bildschirmhelligkeit auf beeindruckende 0,27 Nits herunterschrauben könnt.

Gaming

Gaming-Freunde werden das OnePlus 7 lieben. Ich spiele gerne Warhammer Freeblade und die Performance ist hervorragend! Spiele sehen auf den OnePlus 7 nicht nur großartig aus, sondern laufen dank Game Mode flüssig und ohne lange Ladezeiten. Das Moto G7 Plus braucht dreimal so lange, um das Spiel zu laden. Und das Samsung Galaxy S10 ist dagegen nur einen kleinen Tick schneller.

Das verbesserte Vibrationsfeature des OnePlus 7 bietet neben einer geringeren Verzögerung auch mehrere Vibrationsstufen. Ich persönlich habe das Feature bei Spielen aber nicht wirklich bemerkt. Wie bei den meisten anderen Smartphones könnt ihr selbst einstellen, wie stark das Gerät bei eingehenden Nachrichten oder Anrufen vibrieren soll.

Nach 15 Minuten Warhammer Freeblade war das Gerät zwar warm, aber nicht heiß. Vor allem der Bereich unterhalb der Kamera erwärmt sich spürbar. Dasselbe ließ sich bereits beim 6T beobachten, aber der Game Mode sorgt eben dafür, dass das Smartphone ständig auf Hochtouren läuft. Ich spiele auf höchsten Grafikeinstellungen und habe bisher noch keinen einzigen Ruckler bemerkt.

Normalerweise bleibt der Ton bei mir ausgeschaltet, aber die Lautsprecher klingen laut und überraschend klar. Das Gerät verfügt über einen Dual-Lautsprecher bestehend aus dem Ohrhörer und einem Lautsprecher an der Unterkante. Einen 3,5-mm-Klinkenanschluss gibt es übrigens nicht, aber meine Bullet 2.0-Kopfhörer klingen großartig und bieten eine lange Akkulaufzeit.

Ich habe den Sound des OnePlus 7 mit dem meines Lenovo S940 verglichen. Am Ende war der Unterschied zwischen Laptop und Smartphone nicht wirklich groß. Nur bei höherer Lautstärke klingt das OnePlus ein wenig blechern. Die Laptop-Lautsprecher bieten außerdem mehr Bass.

Wie gut ist die Kamera?

Das OnePlus 7 nutzt den brandneuen Sony IMX586-Sensor mit 48 MP. Die Pixelmatrix verwendet die so genannte Quad-Bayer-Technologie.

Bei einer Bayer-Matrix ist jede Fotozelle einer Wellenlänge zugeordnet, um entweder blaues, grünes oder rotes Licht aufnehmen zu können (ähnlich wie das menschliche Auge). Die Sensorelektronik sorgt dann mit einer Portion Mathematik dafür, dass die einzelnen Pixelgruppen in die eigentliche Farbe umgewandelt werden. Hierzu werden die Werte zweier grüner Pixel (G) und die Werte eines roten Pixels (R) und eines blauen Pixels (B) zu einem Durchschnittswert kombiniert.

Was hat es also mit der Quad-Bayer-Matrix auf sich?

Der IMX586-Sensor von Sony nutzt eine Quad-Bayer-Matrix. Diese funktioniert wie eine gewöhnliche Bayer-Matrix, aber statt einzelner Pixel sitzen jeweils vier Pixel (2×2) derselben Farbe nebeneinander auf dem Sensor.

Es wird heiß diskutiert, ob es sich dabei tatsächlich um einen 48-MP-Sensor handelt. Oben könnt ihr sehen, dass die Quad-Matrix wie eine Bayer-Matrix mit doppelt so großen Pixeln aussieht. Häufig wird deshalb behauptet, dass der Sensor eigentlich nur knapp 12 MP besitzt. Strenggenommen sind es aber 48 MP, denn auf dem Sensor sitzen insgesamt 48 Millionen eigenständige Fotozellen.

Die Rückkamera verfügt über drei Objektive. Die Hauptkamera nutzt den 48-MP-Sensor und verfügt über OIS und EIS sowie eine Blende von f/1.6. Das Teleobjektiv nutzt einen 8-MP-Sensor und verfügt über eine Blende von f/2.4 und OIS. Bei schlechten Lichtverhältnissen solltet ihr deshalb die Hauptkamera verwenden. Die Weitwinkelkamera schneidet aufgrund der Blende von f/2.2 und dem 16-MP-Sensor bei wenig Licht etwas besser ab. Ihr Sichtfeld beträgt 117 Grad. Dank Teleobjektiv bietet die Kamera 3-fachen optischen Zoom. Außerdem gibt es mehrere Arten von Autofokus: PDAF, LAF und CAF.

Standard

Weitwinkel

Die Fotos sehen toll aus. Auch wenn sie bei wenig Licht nicht so gut ausfallen wie bei Huawei, ist die Kamera durchaus solide. Selbst in einem stockdunklen Raum konnte ich ein Foto knipsen – derselbe Partytrick wie beim P30 Pro – aber wer macht das schon? (Was aber nicht heißen soll, dass wir von Huawei nicht beeindruckt sind!)
Hier könnt ihr einen Blick auf die drei verschiedenen Perspektiven der Objektive werfen. Wir freuen uns, dass Weitwinkelobjektive in immer mehr Smartphones zu finden sind!

Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen – zwei Updates später

Es ist jedes Mal dasselbe Spiel – OnePlus bringt ein neues Smartphone auf den Markt, die Bewertungen fallen zunächst gut aus und dann schraubt OnePlus in den ersten Updates gewaltig an der Kameraleistung. Das Update Oxygen 9.5.6GM21AA landete gestern Abend auf meinem OnePlus 7 Pro und spendierte dem Smartphone einige Verbesserungen in Sachen Autofokus, Weißabgleich und Low-Light-Performance. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen sehen die Fotos nun phänomenal aus.

Hier ist ein Blick auf den Nightmode vs. Auto:

Schauen Sie sich die drei verschiedenen Perspektiven an, die das Objektiv Ihnen bietet, wir sind ein Fan von dem Weitwinkel, der zu mehr Handys führt!

Selfiekamera

Auf der Vorderseite sitzt ein 16 MP IMX471-Sensor mit EIS und einer Blende von f/2.0. Ein Beautymodus darf natürlich auch nicht fehlen. Es handelt sich außerdem um eine Pop-up-Kamera – ein Feature, das vor allem bei Oppo-Geräten zu finden ist. Die Umsetzung gefällt mir beim Oppo Reno aufgrund der „Flossenform“ der Kamera etwas besser. Die Selfies sehen eher durchschnittlich aus. Der Beautymodus ist zwar in Ordnung, aber mit Sonneneinstrahlung kommt die Kamera nicht zurecht, wie ihr an manchen der Fotos erkennen könnt.

Ihr könnt die Kamera zwar nach unten drücken, dem Smartphone gefällt das aber nicht. Der Mechanismus soll 300.000 Verwendungen standhalten. Selbst wenn ihr die Kamera 150 Mal am Tag verwendet, sollte sie fünf Jahre lang durchhalten.

Akkulaufzeit (Update)

Das OnePlus 7 Pro bietet ganztägige Akkulaufzeit, selbst, wenn ich 45 Minuten lang Warhammer Freeblade mit 60 FPS spiele. Der Akku ist mit seinen 4000 mAh noch mal eine Ecke größer als der 3700-mAh-Akku des OnePlus 6T, was sich aber aufgrund der höheren Auflösung und Bildwiederholrate des Displays nur kaum bemerkbar macht.

Trotz des riesigen QHD+ Fluid AMOLED Displays mit seiner Bildwiederholrate von 90 Hz hält der Akku den ganzen Tag lang durch. Damit schlägt das OnePlus 7 selbst viele Smartphones, die Full HD+ Displays mit 60 Hz Bildwiederholrate besitzen.

Einen Tag Akkulaufzeit in einer halben Stunde – dieses Versprechen hält Warp Charge 30 trotz des großen Akkus noch immer. Um diese Geschwindigkeit zu erreichen, benötigt ihr jedoch ein spezielles Ladegerät – Quick Charge liefert nämlich nicht die nötige Power. Das Feature hat uns bei der McLaren Edition des OnePlus 6T sehr gut gefallen, weshalb wir froh sind, dass es nun Standard ist.

Hin und wieder schaffe ich es, zwei Tage Akkulaufzeit aus dem Gerät herauszuholen. Jedoch nur, wenn ich nicht aus dem Haus gehe und das Smartphone nur selten verwende. Auch die Standbyzeit hat sich seit den Updates stark verbessert.

Preis

OnePlus 7 Pro
6GB RAM, 128GB ROM Mirror Grey 709EUR Mai 21
8GB RAM, 256GB ROM Mirror Grey 759EUR Mai 21
8GB RAM, 256GB ROM Almond 759EUR Juni
8GB RAM, 256GB ROM Nebula Blue 759EUR Mai 21
12GB RAM, 256GB ROM Nebula Blue 829EUR

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