McDonalds und Ford bauen Autoteile aus Abfall der Kaffeeherstellung

Mit der weiter voranschreitenden Industrialisierung und den damit einhergehenden immer kürzeren Produktlebenszyklen, entsteht bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen meistens ein großer Berg an Abfall. Dass dieser Basis für weitere Produkte sein kann, zeigen nun der Fast-Food-Riese McDonalds und der Automobilhersteller Ford.

Alles beginnt mit den Kaffeebohnen für die McDonalds-Sparte McCafé. Diese werden an verschiedensten Orten weltweit angepflanzt und nach der Ernte für das optimale Aroma geröstet. Dabei wird die getrocknete Haut von der eigentlichen Kaffeebohne getrennt und im Anschluss dieser sogenannte Spreu normalerweise entsorgt.

Bei der Menge an Kaffee, die jedes Jahr in McCafé-Filialen weltweit getrunken wird, entstehen so einige Tonnen an Abfall, der in den meisten Fällen einfach verbrannt wird. Hier kommt Ford ins Spiel. Der Autohersteller lässt sich die Spreu in sein Werk liefern und nutzt diese in seinem Fertigungsprozess.

Jedes Jahr trinkt der Mensch Dutzende Tassen Kaffee.

Die Spreu wird dabei in einer sauerstoffarmen Umgebung stark erhitzt und mit Plastik, sowie weiteren Inhaltsstoffen vermischt. So entstehen Pellets, die dann für das Pressen von Autoteilen verwendet werden. Ein Beispiel ist der Rahmen der Scheinwerfer.

Das Material hat dabei viele Vorteile. Es ist 20 Prozent leichter als reguläres Plastik und verbraucht bei der Herstellung lediglich 75 Prozent der Energie, die für eine konventionelle Fertigung benötigt wird. Auch die Stabilität nimmt zu, da die gepressten Teile eine höhere Temperatur aushalten können.

Die Spreu des Kaffees ist perfekt für die Herstellung von Autoteilen.

Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, die wir euch auch bereits auf Mobilegeeks vorgestellt haben, ist die neue Fertigungsmethode bereits heute einsetzbar. McDonalds gab bereits bekannt, dass man eine große Menge des Spreu das bei der Fertigung in Nordamerika anfällt, ab sofort an den Autohersteller weiterleiten wird. Das erste Modell, das mit dem Material ausgestattet ist, ist der Ranger.

Das Beispiel zeigt, dass wir uns in Zukunft sicherlich auf weitere Methoden freuen können, durch die wir Abfall in etwas Nützliches umwandeln können. Forscher an der Ohio State Universität forschen beispielsweise aktuell daran, wie die Haut der Tomate verwendet werden kann, um Ruß in Gummiteilen (beispielsweise in Rädern) zu ersetzen. Es spricht also einiges für eine nachhaltigere Zukunft.

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