Google kümmert sich um Afrika: Accelerator Launchpad Africa ist gestartet

Letztes Jahr machte sich Google-CEO Sundar Pichai auf den Weg nach Afrika, genauer gesagt nach Lagos (Nigeria). Google/Alphabet hat große Pläne mit dem Kontinent, was durchaus logisch ist: Dort sind sehr viele Menschen noch vom Internet abgeschnitten, somit hat Afrika sehr viel Potenzial für Unternehmen wie Google oder auch Facebook.

Neben Pichai war auch Mark Zuckerberg bereits 2016 in Afrika und besuchte Lagos und Nairobi (Kenia), zudem stattete Alibaba-CEO Jack Ma Nairobi und Kigali (Ruanda) einen Besuch ab und all diese Unternehmen schielen auf die nächste Milliarde Menschen, die sich das Internet erschließen.

Dementsprechend verkündete Pichai gleich einen Haufen Pläne, wie man Entwickler und Startups in Afrika künftig unter die Arme greifen kann. Dazu gehört auch, dass Google seinen Accelerator Google Launchpad auch in Afrika an den Start bringen wollte. Dieses Versprechen hat man vor wenigen Tagen eingelöst.

Für den Anfang unterstützt man 12 afrikanische Startups, wie man jetzt auf dem Google Africa Blog verkündete. Dazu gehört beispielsweise ThriveAgric aus Nigeria, ein Startup, welches Investments in Landwirtschaft ermöglicht, oder auch Okadabooks – eine E-Book-App, ebenfalls aus Nigeria, mit dessen Hilfe Autoren für ein sehr großes Publikum ihre Bücher veröffentlichen können.

Von diesen 12 unterstützten Startups stammen gleich sechs Stück aus Nigeria, was auch ein wenig widerspiegelt, dass dieses Land eine der treibenden Technologie-Kräfte auf dem Kontinent ist. Kenia ist mit zwei Startups vertreten, zudem je einmal Uganda, Tansania, Ghana und Südafrika. Hier sind die zwölf Unternehmen im Überblick:

  • Babymigo (Nigeria) – eine verlässliche Social Community für werdende Mütter und junge Eltern.
  • Flexpay (Kenia) – ein automatisiertes und sicheres E-Commerce-System.
  • Kudi (Nigeria) – ein Bezahlsystem, welches Zahlungen via Messenger ermöglicht.
  • OkadaBooks (Nigeria) – eine soziale Plattform, die es Benutzern ermöglicht, ihre Geschichten/Bücher/Dokumente in wenigen Minuten zu erstellen, zu verbreiten und zu verkaufen.
  • OMG Digital (Ghana) – eine Medienplattform, die überregionale Inhalte für afrikanische Millennials produziert.
  • Pezesha (Kenia) – ein skalierbarer Peer-to-Peer-Mikrokreditmarktplatz, der es Kenianern ermöglicht, über mobiles Geld mit großen Datenmengen und Kreditanalysen Kredite an andere Kenianer zu vergeben.
  • Piggybank.ng (Nigeria) – ermöglicht es Afrikanern, regelmäßig kleine Geldbeträge zur Seite zu legen, um ein definiertes Sparziel zu erreichen.
  • Riby (Nigeria) – eine Peer-to-Peer-Banking-Plattform für Genossenschaften und ihre Mitglieder, die es ihnen ermöglicht, gemeinsam zu sparen, zu leihen und zu investieren.
  • swiftVEE (Südafrika) – eine Agrar-Plattform, die sich mit Wasserknappheit, Ernährungssicherheit und Markteffizienz für die Viehwirtschaft befasst.
  • TangoTv (Tansania) – Ein Streaming-/Video-on-Demand-Angebot für TV-Serien und Filme aus Afrika
  • Teheca (Uganda) – hilft Familien und Einzelpersonen in Uganda bei der Suche nach den richtigen Pflegediensten bzw. nach Pflegepersonal.
  • Thrive Agric (Nigeria) – gibt Nutzern die Möglichkeit, Bauernhöfe zu finanzieren, Landwirte zu unterstützen, Anteile an der Ernte zu erwerben.

Diese 12 Unternehmen sind dabei allerdings nur ein kleiner Teil der Unterstützung, die sich Google für Afrika überlegt hat. In den nächsten drei Jahren möchte man das mit einem Kapital von drei Millionen US-Dollar auf 60 Startups ausweiten. Zusätzlich erhalten die unterstützten Startups auch technologischen Support und es werden Mentoren mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Darüber hinaus gibt es andere Projekte, bei denen man sich beispielsweise explizit um weibliche Developer kümmert. Außerdem vergibt man zusammen mit seinen Partnern Udacity und Andela 15.000 Stipendien für zwei Monate andauernde Kurse, sowie 500 Stipendien für Halb-Jahres-Kurse, bei denen afrikanische Entwickler geschult werden.

Unterm Strich kümmert sich Google also deutlich verstärkt um die Länder in Afrika und ja, logischerweise nicht uneigennützig. Dennoch eine sehr gute Geschichte, bei der beide Seiten profitieren. Wir selbst haben uns hier auf dem Blog bislang ehrlich gesagt viel zu wenig um afrikanische Nationen und die Technologie-Entwicklung dort gekümmert, wollen aber jetzt auch öfters mal ein Auge auf die Dinge werfen, die sich dort abspielen.

Quelle: Google Africa via Quartz

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