Gelangweilt? – Gesichtserkennung im Auto soll Stimmung erkennen

Das Ganze klingt wie aus einem dystopischen Zukunftsroman, aber in Wirklichkeit ist die Gesichtserkennung im modernen Automobil schon seit geraumer Zeit etabliert. So hat Mercedes-Benz vor einigen Jahren in der S- und E-Klasse Ermüdungserkennungssysteme eingeführt, die dann auch eine Warnung an den Fahrer ausgeben. Diese Technologie hat sich in letzter Zeit auch in Mainstream-Fahrzeugen durchgesetzt.

Jaguar-Land Rover hofft, dass sie mit der Gesichtserkennung besser für die Zeit der völlig autonomen Autos gerüstet sind. Der Fahrer soll dann weder Lenken noch Knöpfchen drücken müssen – jede Stimmung und Mimik wird intuitiv vom Auto erkannt und auf die Bedürfnisse der Insassen angepasst.

“Auf dem Weg in eine selbstfahrende Zukunft liegt das Augenmerk mehr als je zuvor auf dem Fahrer. Indem wir einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und vieles von dem, was wir aus den Fortschritten der Forschung zum persönlichen Wohlbefinden in den letzten 10 oder 15 Jahren gelernt haben, umsetzen, können wir sicherstellen, dass unsere Kunden in allen Fahrsituationen, selbst bei monotonen Autobahnfahrten, komfortabel und aufmerksam am Steuer bleiben.”

Das Gesichtserkennungssystem wird durch einige der neuesten Technologien der künstlichen Intelligenz und eine Reihe von In-Car-Kameras und biometrischen Sensoren unterstützt. Wenn das System also merkt, dass sich die Fahrgäste langweilen, ändert das Auto automatisch die Radiosender. Oder wenn das System das Gefühl hat, dass der Fahrer fröstelt, erhöht es automatisch die Temperatur um einige Grad. Im Laufe der Zeit wird das Auto auch einige dieser Gewohnheiten und Verhaltensweisen lernen und diese als personalisierte Einstellungen speichern.

Ein weiteres nettes Feature, das Jaguar-Land Rover integrieren will, umfasst die Insassen auf den hinteren Reihen. Wenn sie also müde werden, könnte das Auto automatisch die Umgebungsbeleuchtung im Innenraum dimmen und die Temperatur zu wohliger Wärme erhöhen.

Bisher ist das alles nur Konzeption, doch es gibt auch Kritiker zum Einsatz von Gesichtserkennung im Auto. Viele sind der Meinung, dass man mit dieser Technologie zu sehr in die Privatsphäre eindringt.

via: thedrive

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