Fonds-Manager: „Tesla steht zweifellos kurz vor dem Bankrott!“

In spätestens einem halben Jahr ist Tesla pleite! Davon geht zumindest John Thompson aus, Chief Investment Officer bei Vilas Capital Management. Sein Hedge-Fonds wettet gegen Tesla und macht das bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich, schlägt dabei den Markt. Thompson ist wahrlich kein großer Anhänger des kalifornischen Unternehmens und begründet jetzt in einer Email an Investoren mit zahlreichen Argumenten, wieso er glaubt, dass Tesla bereits „in den nächsten 3-6 Monaten“ bankrott gehen wird. In seinem Brief an Investoren heißt es:

Ich glaube, Tesla wird in den nächsten 3-6 Monaten abstürzen . . .

… teils wegen ihrer Inkompetenz bei der Herstellung und Lieferung des Modells 3, teils wegen der sinkenden Nachfrage nach dem Modell S und X, teils wegen der extremen Bewertung, teils wegen ihrer horrenden Finanzen, die eine enorme Kapitalbeschaffung erfordern werden, teils aufgrund einer wahrscheinlichen Herabstufung ihrer Bonität durch Moody’s von B- auf CCC (Ausfallwahrscheinlichkeit), die ihre Teilelieferanten dazu verleiten sollte, Nachnahme zu verlangen (Todesurteil), teils aufgrund der jüngsten sinkenden Risikobereitschaft des Marktes und teils aufgrund unseres Verdachts auf betrügerische Buchhaltungsaktivitäten, wie 85 SEC-Briefe und zwei Top-Finanzleute, die im letzten Monat gegangen sind. . .

Tesla steht zweifellos kurz vor dem Bankrott. Das Unternehmen kann die nächsten zwölf Monate ohne Zugang zu Kapital von Wall Street-Banken oder privaten Investoren nicht überleben.

Zuletzt wurde berichtet, dass Elon Musk jährlich 5 Milliarden (!) US-Dollar an Prämien einstreichen könnte. Zugegeben, Tesla muss schon außergewöhnlich gut performen, damit Elon Musk auch nur in die Nähe dieser signifikant hohen Prämien kommt. Dieses ungewöhnliche Vorgehen bestärkt den Fonds-Manager darin, dass Tesla vor dem Bankrott stehen könnte. Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass darüber berichtet wird, dass Tesla sich in eine finanziell prekäre Lage manövriert haben könnte.

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Aber diesmal scheint es wirklich schlecht um Tesla zu stehen, zumindest wenn der Manager von Vilas Capital Management Recht behält. Er schließt seinen Brief mit der Feststellung, dass er noch niemals in seiner Karriere so etwas Absurdes gesehen habe.

Der Hedgefonds-Manager geht davon aus, dass Tesla in den nächsten 18 Monaten etwa 8 Milliarden US-Dollar benötigen wird, um operative Verluste, Investitionen, fällige Schulden und den Bedarf an Betriebskapital zu finanzieren. Die laufenden Untersuchungen würden es seiner Meinung nach jedoch schwierig machen, weiterhin problemlos Kapital von öffentlichen Märkten zu beschaffen.

Thompson erwartet eher, dass die einzige Chance für Tesla sein wird, Geld aus anderen Quellen zu erhalten, beispielsweise durch „Greater Fools“ in China – also Unternehmen, die bei den erwähnten Untersuchungen nicht ganz so genau hinschauen und die sich überschätzen könnten.

Um zu unterstreichen, wie schwierig Teslas Lage derzeit ist, vergleicht der Fonds-Manager das Unternehmen mit Ford: Während Ford im letzten Jahr bei einem Gewinn von 7,6 Milliarden US-Dollar 6 Millionen Autos verkaufen konnte, hat Tesla ganze 100.000 Autos verkauft und dabei einen Verlust von zwei Milliarden US-Dollar eingefahren. Dennoch ist Tesla doppelt so hoch bewertet wie Ford. Während Ford aber für schlechte Zeiten noch satte Barreserven in Höhe von 12 Milliarden Dollar besitzt, dürfte Tesla binnen der nächsten drei Monate das Geld ausgehen.

Warten wir mal ab, ob der Hedge-Fonds die Lage tatsächlich richtig einschätzt. Immerhin könnte man dem Investmentunternehmen vorwerfen, dass es bewusst schwarzmalt, weil man im Fonds finanziell davon profitieren würde, wenn Tesla den Bach runtergeht. In der Tat stellen sich aber einige Fragen, vor denen auch die Fans des Unternehmens die Augen nicht dauerhaft verschließen können.

Quelle: Sovereign Man via Businessinsider.de

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