Facebook verfolgt als bedrohlich eingestufte Nutzer

Das geschieht durch die Verwendung von Standortdaten aus der Facebook-App des Nutzers oder einer vom sozialen Netzwerk gesammelten IP-Adresse, wenn jemand auf der Webseite aktiv ist. Damit Facebook diese Maßnahmen ergreift, muss man auf der Watch-Liste landen. Sobald eine Bedrohung als glaubwürdig eingestuft wird, schaltet Facebook die Standortverfolgung ein. Bisher ist jedoch unklar, wer überhaupt bestimmt, was eine glaubwürdige Bedrohung ist oder welche Kriterien eine Bedrohung erfüllen muss, um als glaubwürdig angesehen zu werden. Übrigens werden User nicht darüber informiert, dass sie auf der Fahndungsliste gelandet sind.

Andere Plattformen verwenden ähnliche Techniken, um Bedrohungen zu verfolgen, aber in der Regel haben sie keinen Zugriff auf Echtzeit-Standorte und andere wichtige Daten. Sicherheitsmitarbeiter bei Facebook können mit dieser Funktion immerhin jeden identifizieren und verfolgen, der ihrer Meinung nach eine Bedrohung darstellt. Wenn es ganz hart auf hart kommt, können die Sicherheitsteams von Facebook auch die Polizei oder ähnliche Behörden einschalten.

Auch die eigenen Mitarbeiter werden streng von Facebook überwacht, wie es aussieht. Noch dazu Mitarbeiter, die längst gefeuert wurden, stehen auf der Fahndungsliste, beispielsweise, weil sie Büroeigentum mitgehen ließen oder sich gegenüber Kollegen unangebracht verhalten haben. Das finde ich sehr beängstigend.

“Unser physisches Sicherheitsteam existiert, um die Sicherheit der Facebook-Mitarbeiter zu gewährleisten. Sie verwenden branchenübliche Maßnahmen, um glaubwürdige Gewaltdrohungen gegen unsere Mitarbeiter und unser Unternehmen zu bewerten und anzugehen und verweisen diese Bedrohungen bei Bedarf an die Strafverfolgungsbehörden. Wir haben strenge Prozesse, um die Privatsphäre der Menschen zu schützen und alle Datenschutzgesetze und die Nutzungsbedingungen von Facebook einzuhalten. Jeder Vorwurf, unser Sicherheitsteam hätte Regeln überschritten, ist absolut falsch.” Facebook

Gegenüber CNBC machte Facebook deutlich, dass sie dieses Vorgehen bei einer Gruppe von Praktikanten anwandte, um sie ausfindig zu machen. Die sagten nämlich, sie würden von zu Hause aus arbeiten, waren aber tatsächlich auf einem Campingtrip. Facebook wollte nur sicherstellen, dass es ihnen gut geht und da die Standortdaten nichts brauchbares ergeben haben, ging das Sicherheitsteam die Nachrichten der Praktikanten durch und fand so heraus, dass sie an diesem Tag nie geplant hatten, zur Arbeit zu gehen. Wow!

via: cnbc

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