Es läuft nicht alles glatt: Die Missgeschicke der CES 2019

Natürlich kann nichts den Vorfall des #blackoutgate vom letzten Jahr übertreffen, wo Regen einen Stromausfall im Las Vegas Convention Center verursachte und die Show erst einmal unterbrochen werden musste. Dafür konnte die Consumer Technology Association (CTA), die Veranstalter der Show, selbst natürlich nichts. Trotzdem war es ein denkwürdiger Zwischenfall. Auch in diesem Jahr gab es wieder ein paar Fehler im Programmablauf, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

1. Booth Bros

Auf der CES 2018 waren die spärlich bekleideten Cheerleader bei der Pepcom eigentlich nicht zu übersehen. Sie begrüßten die Teilnehmer, verteilten Sekt und sollten natürlich als Kirsche auf der Tech-Sahnetorte hinhalten. Dieses Jahr haben sich die Organisatoren entschieden, dem ganzen noch die Krone aufzusetzen und deshalb liefen sogenannte “booth bros”, also wörtlich übersetzt “Stand-Brüder”, auf der Pepcom umher. Es waren in diesem Jahr also Männer in Footballmanier, die die Begrüßung und Verteilung des Sekts übernahmen. Während die Absichten der Organisatoren zwar gut gemeint gewesen sein mögen, löst es in mir ein regelrechtes Augenverdrehen aus. Vielleicht ist es an der Zeit, Geschlechterstereotypen über Bord zu werfen und sie nicht noch durch lächerliche Kostüme zu verstärken?

2. Hostessen

In der Vergangenheit waren attraktive Hostessen mit mehr Gürtel als Rock, an den Ständen der CES sehr verbreitet. Vor allem dort, wo die Mehrheit der Besucher Männer sind und natürlich wird hier einmal mehr an die niederen Triebe appelliert – wie billig. In diesem Jahr sah man jedoch deutlich weniger Hostessen, aber sie sind immer noch da, wenn auch nur noch vereinzelt. Natürlich standen sie vor allem an Ständen in der Autohalle herum, denn da laufen ja die meisten Männer entlang, die es anzulocken gilt. Ja, ja, der Sexismus ist real, Leute.

3. Kein Cannabis auf der CES?

Eine seltsame Geschichte: Anscheinend war CloudPay, ein Einzelhandelsautomatisierungs- und Zahlungsunternehmen, das mit der Cannabisindustrie zusammenarbeitet, vom Veranstalter für den Messeauftritt zugelassen worden. Das Unternehmen richtete seinen Stand am Sonntag ein, als ein Floor Manager vorbeikam und das Wort “Weed” auf dem Plakat sah. Kurz darauf kam der Sicherheitsdienst und setzte CloudPay vor die Tür. Nach stundenlangen Gesprächen mit dem Veranstalter durfte das Unternehmen seinen Stand aber wieder aufbauen.

4. Wie gewonnen, so zerronnen

Diese Story ist skandalös. Erst kürzlich wurde das “Ose Robotic Massager” Gerät, ein Sexspielzeug für Frauen, für die CES Innovation Awards in der Kategorie Robotik und Drohnen ausgezeichnet. Über die Verleihung der Preise stimmt eine Jury ab und wenn ein Gerät genügend Stimmen erhält, ist es automatisch Preisträger. Die Feier für das Frauenunternehmen war jedoch nur von kurzer Dauer, da der Veranstalter der CES die Auszeichnung nach der Verleihung des Preises widerrief. Die Begründung war, dass das Gerät offenbar gegen die Obszönitätsregeln verstößt. Betrachtet man die ersten beiden Punkte meiner Liste, ist dieser Vorfall durchaus ironisch. Bisher hat sich die CTA noch nicht dazu geäußert.

via: digitaltrends

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