Der Fall des AfD-Mannes Magnitz zeigt: Wir müssen alle (!) mal runterkommen

Bestandsaufnahme

Bevor wir darüber reden, was hier gesellschaftlich und kommunikativ schief läuft, müssen wir uns erst mal über den Fall des AfD-Politikers Magnitz unterhalten. Was unstrittig ist: Frank Magnitz, Bundestagsabgeordneter und Chef des AfD-Landesverbands Bremen, wurde am Montag gegen 17 Uhr Opfer einer Attacke, bei der er sich deutliche Verletzungen am Kopf zuzog. Verantwortlich für diesen Angriff ist eine Gruppe von drei unbekannten Männern.

Wer diese Männer sind, aus welcher Motivation heraus der Angriff erfolgte und wie exakt der Tathergang aussieht — hier gehen die Meinungen auseinander. Ich brösel das mal auf nach der Version, die die Partei Magnitz’ — die “Alternative für Deutschland” — propagiert wird und der anderen Version, die von der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft kommuniziert wird.

Aus Sicht der AfD

Erfahrungsgemäß ist die AfD immer sehr schnell dabei, eine Situation einzuordnen und — wenn sie in die eigene Agenda passt — entsprechend auszuschlachten. In seiner Stellungnahme beschrieb der Landesverband den Tathergang wie folgt:

Attentat auf Frank Magnitz, MdB

Unser Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz ist am Montag von drei vermummten Männern angegriffen worden. Sie lauerten ihm vor dem Theater am Goetheplatz auf, als er den Neujahrsempfang des Weser-Kuriers in der Kunsthalle verließ. Mit einem Kantholz schlugen sie ihn bewusstlos und traten weiter gegen seinen Kopf, als er bereits am Boden lag. Dem couragierten Eingriff eines Bauarbeiters ist es zu verdanken, dass die Angreifer ihr Vorhaben nicht vollenden konnten und Frank Magnitz mit dem Leben davongekommen ist. Er liegt nun schwer verletzt im Krankenhaus.
Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln, da die Tat politisch motiviert gewesen ist. Wir werden in den kommenden Tagen die Reaktionen der Politiker anderer Parteien genau beobachten. Nicht nur die LINKEN, sondern auch SPD und die Grünen unterstützen die Antifa und ihre Angriffe. Ist es das, was die anderen politischen Kräfte wollen? Ist das Ihr Verständnis von Demokratie? Immer wieder steht die AfD im Fokus linker Angriffe, die von den anderen Parteien nicht verurteilt oder gar unterstützt werden.
Heute ist ein schwarzer Tag für die Demokratie in Deutschland.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft Bremen

Basierend auf dieser Pressemitteilung haben die Medien entsprechend berichtet, das Kantholz als Tatwerkzeug schien in diesem Moment offensichtlich unstrittig. Die Staatsanwaltschaft in Bremen legte später ihre ersten Erkenntnisse vor, die sich entschieden anders lesen als das, was die AfD zuvor verkündete. Eine erste Pressemitteilung blieb angesichts des damaligen Erkenntnisstands recht vage, am 08.01. legte man folgende Pressemitteilung nach:

Nach ersten Vernehmungen und der Sicherung und Auswertung von Videomaterial ermitteln die Behörden nunmehr wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung. Gesicherte Aufnahmen zeigen zwei Personen, die sich dem 66-Jährigen von hinten näherten, eine dritte lief versetzt dahinter. Einer der Unbekannten schlug den Bremer von hinten nieder, woraufhin der Mann stürzte. Der Abgeordnete erlitt eine stark blutende Kopfverletzung. Anschließend flüchtete das Trio vom Ort des Geschehens. Auf dem bisher gesicherten Videomaterial kann der Einsatz eines Schlaggegenstandes nicht festgestellt werden.

Liebe AfD

Ich unterstelle euch — auch schon hier auf dem Blog — gerne, dass ihr euch in eine Opferrolle flüchtet, um mit ganz einfachen Forderungen und vermeintlichen Problemlösungen Stimmung zu machen. In diesem Fall ist einer der euren tatsächlich das Opfer. Die Verletzung sieht auf dem von euch verbreiteten Foto schrecklich aus und es ist unstrittig, das so eine Attacke aufs Schärfste zu verurteilen ist, egal ob die Verletzung durch den Sturz oder eine Waffe herbeigeführt wurde.

Trotzdem belasst es nicht dabei und bastelt euch eine andere Version der Geschichte, die weder durch die Ermittlungen noch durch die Auswertung von Videomaterial bestätigt werden kann. Bei dieser Version bleibt ihr auch jetzt noch und beruft euch auf Zeugenaussagen, die ganz sicher auch der Bremer Polizei vorliegen. Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen äußert sich ebenfalls wortreich auf Facebook, spricht dort explizit von einem Mordanschlag und schreibt dort u.a.:

Mein Parteifreund Frank Magnitz, Mitglied des Bundestages und Landesvorsitzender unserer Bürgerpartei in Bremen, wurde gestern Abend auf dem Heimweg von einem Empfang auf heimtückischste Art und Weise von drei maskierten Linksterroristen überfallen und halbtot geschlagen. Mit einem Kantholz. Mit Tritten gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers. Jörg Meuthen, AfD

Das entspricht soweit alles den Fakten. Okay, also alles außer das mit den “maskierten Linksterroristen”. Und das “halbtot geschlagen” ist auch überzogen. Ach ja, das Kantholz gab es augenscheinlich auch nicht, ebenso keine Tritte gegen den Kopf des wehrlos daliegenden Opfers.

In anderen Beiträgen spricht Meuthen davon, dass die Parteien links der AfD aufhören sollen zu zündeln bzw. dass diese Übergriffe jetzt die Folge dieser Brandstifterei wären. Ich finde es zumindest mal erstaunlich, dass die AfD dies den anderen Parteien vorwirft, ohne auch nur im Ansatz zu glauben, selbst durch seine Tonalität zu zündeln.

Der Fall Magnitz hätte eigentlich alle nicht-extremen Menschen, alle Bundestagsparteien und alle noch so verhärteten Fronten einen können, indem sich klipp und klar anhand der Faktenlage geäußert und der Vorfall entschieden verurteilt wird. Alle großen Parteien haben auch die Gewalt verurteilt und sich von solchem Vorgehen distanziert. Es wäre eigentlich eine Möglichkeit gewesen, die AfD in einem freundlicheren Licht zu betrachten.

Stattdessen hat die Partei keine Zeit verloren, sofort noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und seine Anhänger weiter anzuheizen. Die Resultate in den Kommentarspalten lesen sich entsprechend. Ich verstehe nicht, wo diese Wut herkommt, die eine Partei so verblendet (über-)reagieren lässt.

Liebe AfD-Wähler

Kommen wir jetzt also zu den Menschen, die die oben erwähnten Kommentarspalten füllen. Anfangs waren sich dort alle einig, dass es ein Mordanschlag war. Jetzt häufen sich die Vermutungen, dass in diesem Fall verschleiert wird, bewusst ein Video nicht der Öffentlichkeit gezeigt wird, weil es ja den AfD-Anhängern zufolge beweisen könnte, dass es eben doch Kantholz und Tritte gegen den Kopf gab.

Wider jeglichen Restes Vernunft gibt man sich also Verschwörungstheorien hin, statt eine Faktenlage anzuerkennen. Wenn es umgekehrt ist und ein Geflüchteter der Tatverdächtige ist, übernimmt man blind das, was die entsprechende Staatsanwalt kommuniziert. Das muss doch auch dem dümmsten Menschen auffallen, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird.

Mich umtreibt dabei immer die selbe Frage: Angesichts der tatsächlich vorhandenen Problem — wieso steht immer das Thema der Flüchtlinge oben auf der Agenda? Wieso erklärt euch “eure” Partei immer wieder, dass diese geflüchteten Menschen das wahre Problem dieser Nation sind? Wieso fragt ihr euren AfD-Abgeordneten nicht, wieso die Partei über Flüchtlinge spricht statt über Steuerflüchtlinge, über sichere Herkunftsländer diskutiert statt über sichere Renten und über eine nur vermeintlich steigende Kriminalität gegenüber tatsächlich steigenden Mieten?

Gerne werden jetzt auch wieder Zusammenhänge konstruiert, die einfach unsinnig sind. Ein Bild mit einem schlimm verletzten Politiker soll der Beleg dafür sein, dass es tatsächlich ein Mordanschlag war. Wie verblendet muss man sein, um aus dem Ausmaß einer Verletzung die Motivation erahnen zu können? Das macht mir so unglaubliche Kopfschmerzen und ist einfach desillusionierend, wenn man insgeheim hofft, dass wir uns in einem eigentlich sehr aufgeklärten, fortschrittlichen Land befinden.

Liebe AfD-Gegner

Jetzt ein Wort an die “Guten”. Das steht bewusst in Anführungszeichen, denn die Tatsache, dass man sich gegen Rechts engagiert, macht einen noch nicht zu einem guten Menschen. Blöderweise denkt nämlich automatisch jeder von sich, dass er auf der richtigen, der guten Seite steht. Von diesem Ross müssen wir also alle runter und zwar schleunigst.

Auch ihr seid mir in den Kommentarspalten aufgefallen und ja — ebenfalls oft unangenehm. Es gibt genügend Menschen, die sich differenziert äußern und fordern, dass man sich mit Spekulationen zurückhält, bis man weiß, was Phase ist. Aber leider gibt es auch sehr, sehr viele Menschen, die hämisch mit “Richtig so” und “geschieht ihm recht” reagieren und noch öfter mit Phrasen wie: “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”.

Mit Sicherheit trägt die AfD dazu bei, dass sich der Ton in den Debatten verschärft, aber all das rechtfertigt keine Gewalt gegen demokratisch gewählte Politiker (oder gegen sonstwen) und all das sollte auch kein Grund zum Jubeln und für Häme sein. Und bevor ihr nachfragt: Ja — man muss es nicht schön finden, aber die AfD ist eine demokratisch gewählte Partei, die es mittlerweile in alle deutschen Landtage geschafft hat. Ihr könnt eure Meinung dazu haben, wie verschiedene Mitglieder dieser Partei ticken und auch über die Motive oder die Intelligenz der Wähler spekulieren. Aber ihr könnt selbst einer AfD nicht absprechen, legitimiert in Landtagen und im Bundestag zu sitzen.

Was ich aber noch fast schlimmer finde als die Häme und Schadenfreude: Der Grad der Erleichterung und Begeisterung, als die Staatsanwaltschaft vermeldete, dass der Tathergang voraussichtlich ein ganz anderer war und es kein Kantholz oder eine andere Waffe und auch keine Fusstritte gab. Wieso ich das schlimm finde? Weil so viele von euch überhaupt nicht mehr fähig sind, ergebnisoffen zu denken. Es gibt eine vorgefertigte Meinung — “AfD, alles Nazis und Arschlöcher” — und diese Meinung wird auch nicht mehr diskutiert. Alles Pauschalisieren, alles Überspitzen, alles Rechtfertigen und auch alles unangebrachte Schweigen, was man bei der Gegenseite verurteilt, ist plötzlich legitim, wenn das von offizieller Seite Verkündete einem in die eigene Agenda passt.

In der Sekunde, in der verbreitet wurde, dass von einem Kantholz keine Rede sein konnte, ging es fast allen nur noch darum, wie unverschämt die AfD Fakten verdreht. Aber grundsätzlich wissen wir das doch immer noch nicht mit absoluter Sicherheit? Habt ihr die Videos gesehen? Ich jedenfalls nicht. Also kann ich auch nicht beurteilen, ob der Tathergang tatsächlich zu 100 Prozent rekonstruiert werden kann. Damit will ich nicht die Gegenseite befeuern, sondern einfach nur festhalten, dass wir nicht als Außenstehende beurteilen können, ob wirklich jede Sekunde der Tat in den Videos zu sehen ist, es keine toten Winkel gibt usw. Wir fordern immer auf, dass man Ergebnisse abwarten soll, bis man sich eine Meinung bildet, bollern dann aber medial auf Facebook und Twitter jetzt ebenso los, ohne die finale Sicherheit zu haben, wie sich alles ereignet hat.

Das Opfer mag nicht eurem politischen Verständnis entsprechen und es mag euch auch komisch vorkommen, dass er bereits seit gestern wieder überall Interviews gibt, in denen er zwar bestätigt, keine Erinnerung an die Tat zu haben und dennoch von einem Mordanschlag spricht. Das ändert aber nichts daran, dass er weiterhin das Opfer einer Tat ist, die wir hier in diesem Land nicht dulden dürfen und er tatsächlich verletzt wurde — auch, wenn es nicht so dramatisch ist, wie es die AfD zunächst schilderte.

Ich schreib mir hier auf dem Blog immer wieder die Finger blutig, weil ich dazu auffordere, dass wir differenzieren müssen, besonnener werden müssen, das Zuhören wieder neu lernen und ergebnisoffen in Diskussionen gehen müssen, wenn wir schon diskutieren wollen. Immer wieder schreib ich davon, dass es zwischen Schwarz und Weiß noch eine Milliarde Schattierungen gibt, bei fast jedem Thema, über das wir diskutieren. Das sage ich nicht, weil ich denke, dass “wir” immer recht haben und die anderen sich gefälligst unserer vermeintlich richtigen Meinung anschließen sollen. Das sage ich, weil das für jede Seite gelten muss, uns natürlich eingeschlossen. Niemand darf so arrogant sein zu glauben, dass er dem anderen sowieso nicht zuhören muss.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist keine Meinung? Ja, da gehe ich voll mit, aber das, was in den Kommentarspalten passiert, kann man aber nicht auf “das sind aber alles Rassisten” herunterbrechen. Erklärt euch die Welt doch nicht so einfach, nachdem ihr genau wisst, dass die Sache mit den einfachen Erklärungen für komplexe Probleme bei den anderen auch schon nicht funktioniert.

Liebe Medien

Klar, dass ich auch euch auf dem Schirm habe, wenn wir darüber diskutieren, was hier gerade alles schief läuft. Woher habt ihr alle die Kantholz-Informationen gehabt? Habt ihr auch alle mit dem Augenzeugen geredet, der mit der AfD sprach? Oder hingt ihr alle der AfD an den Lippen und habt treudoof Wort für Wort übernommen? Wird schon stimmen, weil die ja noch nie die Unwahrheit gesprochen haben, stimmt’s?

Ich publiziere selbst — und auch, wenn ich nur ein kleiner Blogger bin, weiß ich natürlich dennoch, dass man heute was dafür tun muss, dass die Leute die Artikel klicken und lesen. Aber es kann auf Dauer nicht funktionieren, mit den Beiträgen oftmals nur die Lauten zu bedienen. Ein Messerattentat eines Geflüchteten auf einen “Biodeutschen” darf doch nicht wichtiger sein als der umgekehrte Fall. Ich sehe es nicht so (da sind wir wieder bei den AfD-Gegnern), dass die kürzlich erfolgte Attacke totgeschwiegen wurde, bei der ein Deutscher fremdländisch aussehende Menschen über den Haufen gefahren hat. Die Berichterstattung fand meines Erachtens im richtigen Maße statt. Aber es gibt eben leider viel zu viele andere Beispiele dafür, dass die Berichterstattung in eine gefährliche Schieflage gerät, bei der etwas eigentlich Nicht-Relevantes lediglich durch die Herkunft des Täters relevant wird. Es darf keinen Zusammenhang geben zwischen “newsworthy” und dem Pass des Täters.

Und wie jetzt weiter?

Das Jahr hat doch gerade erst angefangen. Hinter uns liegen also die Festtage, für die sich viele von uns Entschleunigen und Reflektieren auf den Zettel geschrieben haben. Wieso damit aufhören? Wieso nicht einfach weiter reflektieren und weiter vom Gas gehen? Einfach mal weniger impulsiv sein, nicht über jedes Stöckchen springen, nicht hinter jeder Ecke eine Verschwörung wittern, nicht aus jedem Tippfehler die Dummheit des Autoren ableiten und und und.

Wir sind doch alles keine Idioten — grundsätzlich wissen wir doch, dass wir miteinander klar kommen müssen, dass wir es mit unserem Heimatland Deutschland eigentlich ganz gut getroffen haben und die gesellschaftlichen Probleme unbestritten da sind. Wir müssen diese Probleme aber benennen, müssen uns informieren, müssen immer versuchen, beide Seiten einer Medaille zu sehen und vor allem müssen wir unser Gegenüber respektieren.

Dieser Respekt muss sich darin äußern, dass wir weder von der rechten noch der linken oder irgendeiner Seite Gewalt dulden. Wir müssen auch zugeben, dass sich Übergriffe gegen AfD-Politiker zuletzt gehäuft haben. Da ist kein Raum um das a) zu leugnen oder b) diese gar zu goutieren. Wir beklagen Gewalt gegen Politiker, gegen Rettungskräfte, gegen Schutzbefohlene. Das ist immer — IMMER — zu verurteilen, unabhängig davon, ob wir jemanden nicht mögen, seine Ansichten nicht teilen oder uns seine bloße Anwesenheit in unserem Land stört.

Und dieser Respekt muss auch — oder gerade — in den sozialen Medien wieder zu spüren sein. Hört eurem Gegenüber zur Abwechslung einfach mal zu. Ja, natürlich gibt es genügend Verblendete, die für Argumente und Fakten nicht empfänglich sind. Lasst euch von diesen Leuten nicht ausbremsen. Sortiert die Menschen aus, die argumentativ nicht zu erreichen sind, aber bleibt selbst eben auch offen für Andersdenkende und klopft die euch bekannten Fakten öfter mal wieder ab. Vielleicht ändert man ja eben doch mal die eigene Meinung und muss anerkennen, dass der andere richtig liegt oder es schlicht und ergreifend auch mehrere zulässige Sichtweisen gibt, die sich nicht gegenseitig ausschließen.

Nach den jüngsten Ereignissen hat sich der grüne Spitzenpolitiker Habeck von den sozialen Medien Facebook und Twitter verabschiedet. Gleichzeitig hat in den letzten Tagen eine liebe Freundin aus ähnlichem Anlass ihren Hut bei Facebook genommen und ich könnte euch noch ein paar weitere Menschen benennen, die aus genau dieser rüden Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, das Interesse an Facebook und Co verlieren und die ihr Engagement dort deutlich runtergefahren haben.

Was Facebook dagegen unternehmen muss, ist eine komplett andere Debatte, aber mir bereitet es Sorge, dass so viele von “uns” den Platz räumen, während die Lauten alle da bleiben und weiter pöbeln, hetzen, diffamieren und Unwahrheiten propagieren. Unsere Kinder werden hoffentlich schon bald ein Fach “wie Medienkompetenz” auf dem Stundenplan finden, wo man lernt, wie man Nachrichten bewertet und verifiziert. Wir Älteren müssen uns das wohl noch selbst beibringen, aber viel wichtiger ist eben, dass wir einfach auf den gesunden Menschenverstand vertrauen, uns empathisch und respektvoll verhalten, hier und da einfach mal vom Gas gehen. Ist das alles tatsächlich so schwer?

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