Bürger des Universums? Startup will Baby im Weltraum zur Welt bringen

Elon Musk ist nicht der einzige, der von Menschen im All träumt. Nun hat nämlich das niederländische Startup-Unternehmen SpaceLife Origin eine noch viel “mutigere” Idee, die fast an Größenwahnsinn grenzt. Man will das Unternehmen sein, das für die Geburt des ersten Babys im Weltall verantwortlich ist und das soll bis 2024 geschehen.

“Wir sind es unseren Kindern und zukünftigen Generationen schuldig. Die Menschheit ist mit zunehmenden Bedrohungen für das Leben auf der Erde konfrontiert. Globale Erwärmung, nukleare Bedrohungen, große Asteroidenkollisionen. NASA, ESA, SpaceX und andere planen unabhängige menschliche Siedlungen auf dem Mond und den Mars als Backup-Plan. Diese Bemühungen erfordern auch die Fähigkeit zur Reproduktion. Dieses Element ist unser Beitrag.” Egbert Edelbroek, einer der Führungskräfte von SpaceLife Origin

Die Geburt im Weltraum ist ein Gebiet, das bereits zuvor untersucht wurde – wenn auch nie beim Menschen. Wie in einem kürzlich erschienenen Artikel in The Atlantic, hat man stattdessen mit Kleintieren wie Mäusen, Fischen und Eidechsen herum experimentiert. Allein das hat schon gereicht, um potenzielle Herausforderungen auszumachen, wie zum Beispiel die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Neugeborene. Deshalb könnte der Plan des ambitionierten Unternehmens schon nach hinten los gehen.

Das internationale Weltraumrecht sieht hierbei keine regulatorischen Hindernisse. Jedoch, gibt es einige regionale Unterschiede, in den Vorschriften für den Umgang mit Embryonen. Deshalb müsse man eine freiwillige Mutter aus nicht so konservativen Regionen aussuchen. SpaceLife Origin plant mehrere Missionen mit Namen wie “Ark”, “Lotus” und schließlich “Cradle”. Die letzte dieser drei ist die Mission, bei der eine schwangere Frau im Weltall gebären soll.

Das Ganze soll während einer 24- bis 36-stündigen Mission unter der Leitung eines Mediziner-Teams geschehen. Doch, wird es tatsächlich so weit kommen? Es klingt, als gäbe es mehrere ethische und technologische Hürden, die es zu überwinden gilt.

Ich persönlich, finde dieses Vorhaben verantwortungslos vor allem gegenüber dem Baby. Man weiß eben nicht, was diese ungewöhnliche Umgebung für Auswirkungen auf die Entwicklung haben wird und ob alles überhaupt glatt geht. Andererseits wurden viele wissenschaftliche Fortschritte nur durch solche radikalen Versuche errungen. Seltsam bleibt es trotzdem. Ich bin gespannt, ob es wirklich zu dieser Mission kommen wird.

via: digitaltrends

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