USA: Top-Berater für künstliche Intelligenz? Donald Trump, wer sonst?

Schon wieder Trump-Bashing? Ja, ich fürchte, ich komme nicht drumherum. Dabei fing es erst anders an, als ich nämlich davon las, dass die US-amerikanische Regierung sich nun angeschickt hat, einen Ausschuss für „Künstliche Intelligenz“ zu gründen. Grundsätzlich ist das ja schließlich erst einmal ein lobenswertes Unterfangen.

We’re on the verge of new technological revolutions that could improve virtually every aspect of our lives, create vast new wealth for American workers and families, and open up bold, new frontiers in science, medicine, and communication. US-Präsident Donald Trump

Wie ihr hier im Dokument der US-Regierung nachlesen könnt, will man mit diesem Ausschuss dafür sorgen, dass dem Präsidenten und seinem Kabinett die wissenschaftlichen und fundierten Antworten geliefert werden auf die vielen Fragen, die dieses hoch komplexe Thema aufwirft. Das KI-Komitee wird dabei von anderen Behörden nicht nur beraten, sondern auch beaufsichtigt.

Dazu gehören u.a. „The White House Office of Science and Technology Policy“ (OSTP), die „National Science Foundation“ (NSF) und der „Defense Advanced Research Projects Agency“ (DARPA). Dabei ist dieser Ausschuss innerhalb des „National Science and Technology Council“ (NSTC) angesiedelt. Dabei gibt es jetzt folgenden Haken, den The Next Web bei seiner Analyse schön herausgearbeitet hat: Viele Führungspositionen dieser Behörden sind aktuell vakant. Das gilt beispielsweise für den Director der OSTP und auch für Director und Co-Chair des NSTC.

Bleiben noch die DARPA und die NSF. Die DARPA setzt standesgemäß ihren Fokus auf Verteidigung und ihr könnt euch selbst überlegen, was das für einen KI-Ausschuss bedeuten kann. Die NSF hingegen wird angeführt von einer in Frankreich geborenen Person, die seinerzeit noch Obama ernannt wurde. Auch hier scheint es nicht allzu wahrscheinlich zu sein, dass ein Donald Trump sehr viel auf die Ratschläge einer solchen Foundation setzt.

Die Krönung der ganzen Nummer: Der US-Präsident ist einer der Co-Vorsitzenden des NSTC und da dessen Vorstand derzeit nicht existent ist, übernimmt Trump automatisch die Leitung dieser Behörde. Heißt in der Zusammenfassung: Donald Trump entscheidet mithilfe des KI-Ausschusses darüber, wie das Thema „Künstliche Intelligenz“ in den USA vorangetrieben wird und sein wichtigster Berater dabei ist er selbst!

Wie es heißt, sollen die Unternehmen zudem weitestgehend von Regulierungen verschont bleiben. Das ist schon keine gute Idee, wenn es um selbstfahrende Autos geht, spätestens bei militärisch genutzten Drohnen wird es dann aber richtig brenzlig, wenn die Unternehmen machen dürfen, was sie wollen.

Trump scheint es nicht darum zu gehen, dass man das AI-Thema so vorantreibt, wie es vernünftig ist, sondern so, dass auch künftig die USA führend in der Welt sein werden. Mit Blick auf die Unternehmen kann einem da Angst und Bange werden. Andererseits: Wenn Trump hauptverantwortlich für die Entwicklung ist und sich dabei auf den KI-Experten Trump verlässt, könnte das auch eine gute Chance für alle anderen Nationen sein, dieses Themenfeld intelligenter zu beackern, als es in den USA zu erwarten ist.

Quelle: The Next Web via Futurezone.at

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